Mira Mireau

Die Geschichten einer jungen Frau auf der Suche nach der Freiheit des Lebens

Als Kind liebte ich es draußen zu spielen, ich liebte die Natur, ich liebte Sport und ich liebte den Urlaub. Ich liebte es neue Kinder zu treffen, in den Wellen zu toben, im Zelt zu schlafen und natürlich Sandburgen zu bauen. Ging es dann nach ein paar Wochen wieder zurück in die Heimat, so begann ich stets bitterlich zu weinen. Im Urlaub war alles schöner, wir unternahmen mehr als Familie, alle waren ausgelassen und zufrieden. Meine Jugend verbrachte ich auf dem Wasser im Ruderboot. Dort fand man mich an 7 Tagen in der Woche. Ich liebte die Ruhe auf dem Wasser und besonders den Einklang zwischen Mensch und Natur.

Mit 17 hatte ich wegen der Schule keine Zeit mehr fürs Rudern und bekam ein halbes Jahr später als Quittung meinen bis heute täglichen Begleiter, den Tinnitus. Das liegt am Stress, sagten mir die Ärzte. Somit begann ich bereits mit 17 Jahren mein Leben zu hinterfragen. Woran lag mein Stress? War ich glücklich? Lebte ich das Leben, das ich mir vorstellte? Wollte ich mich direkt nach dem Abitur ins Studium stürzen? Nein wollte ich nicht. Ich wollte frei sein. Frei von dem Druck gut sein zu müssen. Frei von Verpflichtungen zu einem Unterricht zu erscheinen, der mir nicht gefiel. Frei von Menschen, die ihre Unzufriedenheit an mir ausließen. Ich fühlte mich gefangen und wollte nichts mehr als frei sein. Entgegen meiner Freunde ging ich nach dem Abitur also nicht studieren, sondern auf die Suche nach Freiheit.

Aus geplanten fünf Monaten in Australien, wurden schließlich eineinhalb Jahre und aus Australien wurde bald auch Neu Seeland, Asien und Europa. Ich reiste im Van, ich reiste per Anhalter, ich reiste mit Motorrad. Ich schlief unter freiem Himmel, die Schönheit der Natur brachte mich manchmal zum Weinen. Ich arbeitete in Bars, ich putzte Hostels und arbeitete auf Farmen. Jeder Tag war ein Abenteuer. Nie wusste ich, was kommen oder wo ich landen würde. Ich war so glücklich wie nie zuvor.

Nach der Heimkehr war ich ein neuer Mensch. Die Freiheit hatte ich gefunden, mir ging es gut, ich war vollkommen glücklich und zufrieden. Somit begann ich mit voller Leidenschaft meinen Bachelor of Arts in Kunstgeschichte und Soziologie in Frankfurt am Main. Doch trotz großer Begeisterung fürs Studium, konnten die 5-Monatigen Reisen in Südamerika, Asien und Europa in den Semesterferien mit der vorherigen Auszeit sehr bald nicht mehr mithalten. Trotz großem Interesse am Studieren, liebenswürdigen Freunden und tollem Leben, fühlte ich mich wieder gefangen.

Die Großstadt, das war nichts für mich. Das Ausgehen machte mich auf Dauer nicht glücklich und die Nähe zur Natur und neuen Kulturen suchte ich in Frankfurt vergebens. Ziemlich schnell war mir klar, diese Person, das war einfach nicht ich. Denn ich, das ist die Person die Vulkane besteigt, die bis zum Sonnenuntergang die Wellen reitet und die es liebt so offen zu Unbekannten zu sein, dass sie ganz bald ihre besten Freunde werden. Ich sehnte mich also dem Abschluss entgegen, um endlich dauerhaft losziehen und frei sein zu können.

2015 sollte es dann endlich soweit sein, der Bachelor war geschafft, die lang ersehnte Weltreise konnte endlich losgehen. Auf unbestimmte Zeit, ohne Pläne für danach, einfach nur frei sein, das war der Plan. Doch leider kam mir das Leben in die Quere und auf Grund von einer schweren Diagnose meiner Mutter, musste ich alle Vorbereitungen abrupt abbrechen und kümmerte mich von da an bis Ende 2016 mit voller Liebe einzig nur um sie. Wieder einmal wurde mir bewusst, wie wichtig mir das Reisen tatsächlich war, es war nicht einfach nur ein schöner Urlaub, es war wirklich mein Leben, das war ich. Doch meine Mutter, das war meine größte Liebe, aus diesem Grund entschied mich also gegen mein Leben und stattdessen für unsere Liebe. Und ich bereue keine einzige Sekunde.

Seit ihrem tragischen Tod geht das Leben für mich nun in Portugal weiter. Hier absolviere ich zur Zeit meinen Master in Curatorial Studies, erkunde die Städte, die Wälder und vor allem das Meer mit seinen atemberaubenden Wellen. Das Land bietet mir Freiheit, das Studium sperrt mich nicht ein, hier kann ich aufatmen und endlich, man mag es kaum glauben, endlich auch frei sein. 

 

Was du auf meinem Blog finden kannst:

Ich möchte dir zeigen, dass Reisen mehr als nur schöne Sandstrände und Surfen mehr als nur ein Sport für langhaarig braungebrannte Kids bedeutet. Ich möchte ein Bewusstsein dafür herstellen, unter welchen Bedingungen andere Menschen auf der Welt leben, andere Lebenseinstellungen vorstellen und von Geschichten erzählen, die sonst meist verschwiegen werden. Geschichten, die in keinem Reiseführer nachzulesen sind, die du nur dann erzählen kannst, wenn du deine eigenen Wege gegangen bist und den sicheren Pfad verlassen hast.

Ich möchte Tipps geben wie du zu mehr Zufriedenheit gelangen kannst, dich dazu bringen, deine Lebenseinstellung kritisch zu hinterfragen. Dir helfen zu dir selbst zu finden und dir zeigen, wie du es schaffen kannst für lange Zeit zu reisen, auch wenn, so wie du glaubst, du nicht genug Geld dafür hast.

Spaß am Leben haben. Zufrieden sein. Sich frei fühlen.

 

Mein super cooler Steckbrief:

Bereiste Länder: 31
Länder, in denen ich bereits gelebt habe: Deutschland, Australien, Portugal
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch und Überlebenskenntnisse in Spanisch
Ausbildung: BA in Kunstgeschichte und Soziologie, MA in Curatorial Studies
Traumziel: Iran und Südafrika
Benutzte Transportmittel: Auto, Flugzeug, Bus, Tuc Tuc, Motorrad, Schiff, Motorboot, Segelboot, Schlauchboot, Gepäckträger, Skateboard.
Lieblingsbeschäftigung auf Reisen: Fotografieren, neue Menschen treffen, Surfen, Wandern und Tagebuch schreiben.
Lieblingsunterkunft: Zelt, Van oder 6 bed mixed dorm
Lieblingsbücher: Pippi Langstrumpf, Der Club der toten Dichter, Hallo Mister Gott hier spricht Anna, First they killed my father, Komm ich erzähl dir eine Geschichte, Immer wenn ich den Sinn des Lebens gefunden habe ist er schon wieder woanders..
Lieblingsfilme: Into the wild, The Beach, Hook, The Truman Show, Seven pounds, Inception, Life is beautiful..
Eigenarten: Ich beiß nicht in mein Brot, sondern reiße es in Stücken ab; ich schneide bei der Pizza zunächst ein Loch in die Mitte und fange von dort an nach Außen zu essen; Lasagne wird in Schichten gegessen und Schokolade in ihre Einzelteile zerlegt. Ich hasse Kochen, entweder ich esse das Essen währenddessen bereits roh oder ich vergesse es und lasse es zerkochen oder verbrennen. Für mein erstes Bier brauche ich ca. 2 Jahre, ab dem 3. läuft’s dann aber.
Musik für unterwegs: Tess Parks, Joy Division, Mystic Braves, Jeff Buckley, Devendra Banhart, The Doors, The Beatles, Iggy pop, Canned Heat..
Was ich absolut nicht mag: Kochen, meinen Wecker, Vorurteile, Smalltalk, Oberflächlichkeiten, Alltag
Wovor ich Angst habe: Zu hohe Wellen, Aufzug fahren, Spinnen, aber vor allem nicht intensiv genug gelebt zu haben
Lieblingsdrink: Äbbelwoi!
Stadt oder Land: Land an der Küste, aber nah zur Stadt
Schönster Moment: Vollkommene Zufriedenheit im Outback Australiens unter Millionen von Sternschnuppen erfahren zu haben..
Nächstes Ziel: Glücklich sein.
Lebensmotto: Spread Love!

 

Mein Motto zum Reisen: 

Reisen ist nicht mit Urlaub machen gleich zu setzen oder gar zu vergleichen.

Reisen bedeutet leben. Bewusst leben. Im Jetzt leben.

Es ist keine Frage des Geldes, sondern eine Frage des Mutes.

Habe Mut los zu lassen, der Einsamkeit ausgeliefert zu sein und lerne mit deiner Angst umzugehen.

Bleibe nie stehen, verlasse den Fußpfad und gehe deine eigenen Wege.

Du bestimmst selbst wie du dein Leben gestaltest, mache es zu dem, was dir persönlich das größtmögliche Glück bereitet.

Was dich nicht glücklich macht, das lasse hinter dir. 

Nichts spricht dagegen, dass das ganze Leben eine einzige Reise sein könnte..

 

Lass uns Freunde sein!

 

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