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DIE BESTEN SURFSPOTS WELTWEIT TEIL 3

Neun Blogs verraten dir ihre liebsten Surfspots rund um die Welt! 

Diesen Monat erhältst du von neun eindrucksvollen Blogs, mit dem Schwerpunkt Reisen und Surfen, einen Einblick in ihre Auswahl der besten Surfspots weltweit.
Sei gespannt auf Insider Wissen, auf wenig bekannte Spots und auf neun wunderbare Persönlichkeiten und ihre traumhaften Geschichten!
Diese Woche gibt es den dritten und letzten Teil meiner Reihe der „Besten Surfspots weltweit“ und es sind definitiv nicht weniger coole Spots und Blogs mit am Start als in den letzten beiden Wochen!

Annika von Eat Play Surf berichtet von der Australischen East Coast an der sie seit einigen Monaten lebt, Christian von Five Summer stellt uns chillige Spots im Nachbarland Neu Seeland vor und zu guter letzt geht es mit Sebastian von Pukhetastic ins ferne Thailand an die Strände von Pukhet.

EAT. PLAY. SURF.

 
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Hallo Annika! Auf eat-play-surf.com schreibst du über dein Leben als Surfergirl in Australien. 
Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?

 
Annika: Angefangen hat alles damit, dass ich mich an einem kalten Januarabend durch das Internet gewurschtelt habe und einfach nichts zum Thema Surfen auf Deutsch finden konnte, dass sich an die weiblichen Wellenbrettlerinnen unter uns richtete. Da dachte ich mir, dass mache ich dann halt. Inzwischen sehe ich es ein bisschen anders und es geht mehr darum andere Mädels vom Surfen und Reisen zu begeistern und meine Abenteuer festzuhalten. 
           
Momentan arbeitest du auf einer Farm, um dein zweites Work and Travel Visum für ein weiteres Jahr in Australien zu erhalten, hast du schon Vorstellungen an welchem Fleckchen Erde du anschließend verweilen möchtest? Ich nehme mal an nah am Wasser oder?

 
Annika: Ja, im Moment ist ein Trip nach Frankreich und Deutschland im Juli geplant und dann geht es wieder zurück an die Gold Coast. Ich bin gerade dabei den langen Prozess einer Skilled Migration in Australien anzugehen. Das würde mir dann weitere fünf Jahre dort geben. Es ist keine leichte Sache und ich versuche alles mehr als ein Weg zu sehen. Wie das Ziel dann am Ende aussieht wird sich zeigen. Mein Herz hängt nämlich auch sehr an meiner Heimatstadt Köln und meinen Freunden und Familie dort. Man darf also gespannt sein.
           
Australien ist weltweit bekannt für großartige Surfspots. Inzwischen bist du ein bisschen herum gekommen, welchen Spot kannst du uns denn am Meisten empfehlen?

 
Annika: Mhm naja so richtig viel rumgekommen bin ich noch nicht und ich sehe mich selbst auch immer noch als ziemlichen Anfänger. Klar an der Gold Coast und um Byron Bay habe ich ein paar Spots gesurft. Auch ein Trip an die Sunshine Coast war schon drin (Double Island Point). Meistens surfen wir aber unsere Standardspot. Entweder die Beachbreaks direkt vor der Türe (in Nobbys Bech oder Palm Beach) oder manchmal die Points in Coolangatta oder Currumbin. Ja, ich mag Currumbin eigentlich ganz gerne, vor allem im Sommer. Jetzt im Herbst waren die Strömungen ziemlich stark und es hat einfach nicht mehr so viel Spaß gemacht. Beac-h und Point breaks habe beide ihre Vor- und Nachteile und ich mag, dass ich die Möglichkeit habe beides zu surfen.  Ansonsten sind die Spots an der Gold Coast ja kein Geheimnis und auch die Crowd dort ist bekannt. Aber es ist auch hier noch möglich Spots mit nur wenigen Leuten im Wasser zu surfen. Dadurch, dass es so viele Wellen gibt verteilt sich auch die Masse an Surfern etwas besser. Aber ja ganz oft ist es auch frustrierend, wenn einem die Wellen von besseren Surfern weggeschnappt werden. Ich sage mir dann einfach, wenn ich es hier schaffe, dann kann ich es überall schaffen! So! ;-)
           
Welche Stadt würdest du einem Backpacker, der gerne surft, in Australien ans Herz legen?

 
Annika: Definitiv die südliche Gold Coast. Hier wird der Surflifestyle voll und ganz gelebt. Aber auch Sydney (z.B. Manly und die Northern Beaches) hat viel zu bieten. An der West Coast war ich bisher noch nicht, aber insgesamt lassen sich überall in Australien unterhalb des Great Barrier Reefs gute Wellen finden. Eines Tages gibts kaufe ich mir nen Van, schnappe mir meinen Freund und dann sind wir mal für ein paar Monate offline und surfen nonstop. 
           
Immer wieder gibt es Meldungen von Haiangriffen auf Surfer in Australien, weshalb viele Touristen inzwischen Angst haben in Australien surfen zu lernen. Wie stehst du zu diesem Thema?
 
Annika: Also an der East Coast habe ich keine Angst vor Haiangriffen. Ja, sie sind hier aber ich versuche mir nicht zu viele Gedanken zu machen. Mein Freund hat letztens einen Hai in Currumbin gesehen. Er ist dann fix zu seinem Mate rüber gepaddelt, hat ihm Bescheid gegeben und ist dann ruhig aber strebsam ans Ufer gesteuert. Sein Kumpel hat sich nur umgeschaut und ist im Wasser geblieben. Nichts ist passiert. Ich war danach bestimmt schon 10 mal wieder dort surfen… 
Haie sind meisten in den frühen Morgenstunden und bei Sonnenuntergang aktiv. Dann jagen sie ihre Beute. Surfer stehen natürlicherweise nicht auf ihrem Speiseplan. Ich nehme es schlicht nach dem kölschen Grundgesetz: Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange. („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
Und dann kann man natürlich auch immer noch mit Statistiken und so weiter kommen… Und die Haiangriffe von denen in deutschen Medien berichtet werden, haben sehr wahrscheinlich an der westlichen Küste Australiens stattgefunden. Von daher kommt alle her und lernt surfen in Australien- ES IST SUPER!! 
           
Vielen Dank Annika für das nette Gespräch!  
 
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FIVE SUMMER
 
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Hallo Christian, beschreibe doch bitte kurz in ein paar Sätzen deinen Surfblog www.five-summer.de, damit wir wissen mit wem wir es zu tun haben. 
 
Christian: Hallo Jasmin! Auf meinem Blog schreibe ich Surf-Lifestyle und Surf-Kultur – und alles was noch zum Surfen gehört. So erkläre ich zum Beispiel auch, wie Wellen entstehen oder das typische Surfboard aufgebaut ist.
Ich möchte meine Leser dazu animieren, ebenfalls in die weite Welt zu gehen und neue Spots und Wellen zu entdecken. Denn ein Leben, das sich dem Surfen widmet, ist gar nicht so schwer zu leben. Daher schreibe ich auch immer wieder über meine eigenen Erfahrungen und Wünsche. Um das in Zukunft noch ein wenig zu intensivieren, wird es in Kürze die Rubrik „Five Summer Stories“ auf meiner Seite geben, in der ich über meine weiteren Reisen und Reise-Ziele (u.a. Samoa, Bali und Mittelamerika) schreiben werden. Auch Videos sind geplant. 
 
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Auf deinem Blog habe ich gelesen, dass du ein Aufenthaltsjahr in Neu Seeland gemacht hast, wo hast du dich in dieser Zeit rumgetrieben und was hast du erlebt? 
 
Christian: Eigentlich ist das sogar schon mein dritter Aufenthalt in Neuseeland. Anfang 2011 habe ich ein Semester in Auckland studiert. In der Zeit habe ich auch das Surfen für mich entdeckt. Direkt nach der ersten Welle war ich „hooked“. An den Wochenenden (und auch ab und zu mal vor der Vorlesungen) bin ich dann mit meinen Kommilitonen an die Strände gefahren, um surfen zu können. Dabei sind wir auch oft nach Raglan, dem Surf-Mekka Neuseelands, gefahren.

Mein zweiter Aufenthalt war direkt nach Beenden meiner Bachelor-Arbeit Ende 2011. Für drei Monate wollte ich das Land bereisen und die zahlreichen Spots auf der Südinsel erkunden. Leider hatte ich nicht so viel Glück mit den Wellen dort unten, weswegen ich nach vier Wochen wieder gen Norden nach Raglan gegangen und auch bis zum Ende meines Aufenthalts geblieben bin.

Da ich mittlerweile schon so gut wie alles von Neuseeland kenne (auch während meines Studiums konnte ich viel reisen), bin ich dieses Mal mit der Absicht hierhergekommen, an einem Ort zu bleiben und wirklich zu leben. Kein Wunder, dass das wieder Raglan ist. Dieser Ort ist einfach wunderbar: freundliche Menschen, klasse Wetter und weltbekannte Surf-Spots direkt vor der Haustür machen Raglan zu einem rundum lebenswerten Ort!

10295789_10203273893475607_3641310778885400129_nMeine eigene Unterkunft – eine kleine Hütte im Hostel Solscape am Fuße des Mount Karioi

Seitdem bin ich hier – und glücklich wie nie. Ich habe meine eigene Unterkunft und einen Job als Night Manager in einem der besten Hostels des Landes (Solscape.co.nz). Durch diesen Job bekomme ich die Unterkunft umsonst und zusätzlich erlaubt er mir, tagsüber Zeit zum Surfen zu haben. Wahrscheinlich bleibe ich noch bis Oktober hier… Dann geht´s wieder weiter.

Nach deinem Studium hast du deinen ersten seriösen Job sehr schnell wieder gekündigt, um frei und unabhängig zu sein. Diesen Traum besitzen sicherlich sehr viele Reisende. Wie sieht dein Leben nach dieser Entscheidung aus? Hast du Tipps für uns Träumer, wie wir es schaffen diesen Traum ebenfalls in die Realität umzusetzen? 
 
Christian: Als ich im Februar 2013 für gute zwei Wochen in Nicaragua war, habe ich wieder dieses Reise-Gefühl gespürt. Ich war frei, das Leben war spannend und ich konnte surfen, also endlich wieder meiner Leidenschaft nachgehen. Das war der entscheidende Punkt, an dem ich mich dazu entschlossen habe, wieder loszuziehen. Besonders weil ich auch vor diesem Urlaub in meinem Job wahnsinnig unter Stress stand…

Ich entschloss mich, Ende 2013 meinen Job zu kündigen und fing also ca. 10 Monate vorher an zu planen: Ich machte mir einen Finanzplan (mein Ziel war 10.000 Euro anzusparen, damit ich genügend Puffer auch für schlechte Zeiten hatte) , kündigte meine Wohnung fristgerecht, verkaufte vieler meiner Sachen, kündigte meinen Job und machte mich anschließend selbstständig im Bereich Online-Marketing, um von Neuseeland aus online Geld verdienen zu können.

Ich habe übrigens auch alle Schritte, die vor meiner Reise zu erledigen hatte, in einem Blogpost niedergeschrieben: surving.in/five-summer/weg-in-ein-neues-leben/

Mein Vorteil war, dass ich genau wusste was ich machen wollte und welcher Ort mein Ziel war. Ich kannte die Begebenheiten hier und wusste worauf ich mich einlasse.

Doch was mir besonders geholfen hat, war die Erkenntnis, dass ich, auch falls alles schief gehen würde, nie wirklich tief fallen würde! Ich habe mir, abgesehen von einer Krankheit oder schlimmen Verletzung, den Worst-Case ausgemalt: Ich verliere nach kürzester Zeit all mein Geld und kann gerade noch so ein Rückflugticket finanzieren. Ich würde zurück in Deutschland von Hartz 4 leben müssen, bis ich einen neuen Job gefunden hätte und wäre damit wieder in meinem „alten Leben“.

Also im Grunde genommen nicht wirklich schlimm, aber genug Motivation, um mein Leben in die Hand zu nehmen und für die Veränderung zu kämpfen! Seitdem lebe ich meinen Traum hier in Raglan. Ich besitze nicht viel und lebe sehr einfach. Aber genau das macht das Leben hier schön und erlaubt es mir, täglich surfen zu können und jederzeit die Möglichkeit haben, weiterzuziehen. Ich kann also meiner Leidenschaft nachgehen und bin frei und unabhängig!

 
Du lebst zur Zeit in Raglan in Neu Seeland und bist täglich am Surfen..Du bist doch sicherlich so nett uns ein paar coole Surfspots in Neu Seeland zu nennen? Was dürfen wir auf keinen Fall verpassen?
 
Christian: Neuseeland hat unzählige tolle Surf-Spots, sowohl auf der Nord- als auch auf der Südinsel. Wahrscheinlich sind manche Spots noch gar nicht erschlossen, weil man sie nur per Boot erreichen kann oder sie durch riesige Weideflächen von den normalen Wegen abgeschlossen sind.

Plant man eine Surftour, sollte man aber auf keinen Fall folgende Spots verpassen: Shipwreck-Bay an der West- und Sand Bay an der Ost-Küste im Norden der Nordinsel. Wunderschöne Strände umgeben von toller Natur. Die beiden Spots können weltklasse Wellen produzieren ohne von vielen Surfern heimgesucht zu werden.

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Sandy Bay – goldener Sandstrand an der Ostküste Northlands

In der nähe von Auckland muss man den Spot Piha gesurft haben. Doch Vorsicht: Piha ist sehr gefährlich, also besser nur an kleinen Tagen ins Wasser gehen. Die Wellen gehören nichtsdestotrotz zu den besten Neuseelands.

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Piha – wilde Küste und raue Wellen

Der nächste Spot wäre meine Wahlheimat Raglan. Die Spots, die ihren weltweiten Ruhm durch den Film „The Endless Summer“ bekommen haben, produzieren einer der längsten Lefthander der Welt. Dementsprechend voll sind auch die Spots an guten Tagen. Erwischt man aber eine Welle, kann man ohne Zweifel locker 800 Meter am Stück surfen – und das wäre ein recht kleiner Tag ;)

Wer eher auf Beachbreaks als auf Reefbreaks steht, dem sei der Strand Fitzroy in der Nähe von New Plymouth empfohlen. Bis letztes Jahr hat hier noch die ASP-Tour der Frauen Halt gemacht. Die Qualität des Strandes ist also umumstritten.

Fitzroy markiert zugleich auch den Start des 100 Kilometer langen „Surfhighways 45“, der mehrere Dutzend Spots auf der Halbinsel Taranaki verbindet. Wer es drauf anlegt, kann hier 365 Tage im Jahr surfen.

Um von hier aus an die Ostküste zu fahren, falls die Westküste mal keinen Swell abbekommt, was wirklich nicht oft der Fall ist, benötigt man gute 3 Stunden. Die Fahrt lohnt sich, denn die Spots „Mount Maunganui“ und „Hot Water Beach“ warten mit perfekt geformten Wellen auf einen.

Auf der Südinsel gibt es ebenso tolle Wellen, leider sind sie aber nicht so konstant wie im Norden. Entgehen lassen sollte man sich aber auf gar keinen Fall den Pointbreak „Mangamaunu“ (eine laaaaange rechte) nähe Kaikouras, den Strand in der Stadt Dunedin und die Spots in den Catlins. Zieht euch warm an in Dunedin und den Catlins, denn dort ist´s verdammt kalt… Aber auch verdammt schön!

 
Es wirkt nicht so, als würdest du deinen Entschluss nach Neu Seeland zu ziehen, in irgendeiner Weise bereuen..Wie siehst du dich in der Zukunft? Möchtest du dich dauerhaft in Raglan nieder lassen oder gibt es weitere Pläne mit Five Summer? 
 
Christian: Diese Entscheidung war die absolut richtige und ich bereue sie in keinster Weise. Dennoch werde ich hier wohl nicht ewig bleiben. Raglan ist wunderschön und ich genieße die Zeit hier in vollen Zügen, doch mich zieht es weiter. Dort draußen müssen doch auch noch andere tolle Orte sein! Ich möchte noch viel mehr Spots surfen, andere Orte entdecken und neue Menschen aus anderen Kulturen kennenlernen. Und wer weiß, wo ich dann hängen bleibe? Oder ich komme wieder zurück? Das steht noch in den Sternen.

Five-Summer wird auf meinen Reisen immer ein wichtiger Teil sein. Neben wissenswertes über Surf-Lifestyle und Surf-Kultur, möchte ich den Menschen weiterhin zeigen, wie einfach es ist, auf Reisen zu sein (aber natürlich auch über meine Schwierigkeiten berichten) und ihnen den Mut geben, das gleiche zu tun.

Sobald ich ärmere Länder betrete, möchte ich außerdem wohltätige Organisationen unterstützen, indem ich sie auf meiner Seite vorstelle, zu Spenden aufrufe und aktiv mit anpacke. Welche Organisationen das sein werden und wofür sie sich einsetzen, lasse ich offen und werde ich dann jeweils spontan in den Ländern entscheiden.

Mein nächster Aufenthalt wird voraussichtlich Samoa sein. Bisher weiß ich nur, dass Samoa mal eine deutsche Kolonie war, es dort immer warm ist und die Wellen einsame Spitze sein können. Ansonsten lass ich das Ganze mal auf mich zukommen. Ich habe aufgehört, mein Leben komplett durchzuplanen. So bin ich weitestgehend unabhängig und das Leben bleibt spannend. Ich lasse es euch wissen, wenn es neue Pläne gibt :)

 
Tausend Dank Christian und viel Spaß beim Leben deines Traums! 
 
 
 
 

PUKHETASTIC 

Sebastian lebt seit 2004 auf Phuket und schreibt auf seinem Reiseblog http://www.phuketastic.comüber weniger bekannte, noch unentdeckte Plätze auf der Insel, so wie der näheren Umgebung.
 
Sebastian, auf deinem Blog schreibst du, dass du bereits als Tauchlehrer und Hotelmanager auf Phuket gearbeitet hast, wie finanzierst Du momentan dein Leben auf der Insel?
 
Sebastian: Ich habe mehrere Standbeine, allerdings momentan alle im Tourismus bzw. der Reisebranche. Ich blogge auf Phuketastic.com und habe darüber Einnahmen aus Werbung und Affiliate Marketing und zwei Reiseführern. Diese sind auch via Amazon Kindle und als Taschenbuch erhältlich.Über meine Reiseagentur phuketastic-travel.com vermittle und organisiere ich Ausflüge, Mietwagen etc auf Phuket und Fährtickets von Phuket nach Phi Phi, Krabi, Koh Lanta usw.
 
Und darüber hinaus bin ich auch als Hochzeitsplaner tätig und biete Hochzeitszeremonien und -feiern am Strand, im Tempel, auf dem Boot und in privaten Villen an. Mehr dazu gibt es auf: www.phuketastic-wedding.com
 
Die Inseln in Thailand sind für ihre traumhaften Sandstrände und glasklares Wasser bekannt, was macht Phuket für dich zu der Insel auf der du dauerhaft leben möchtest?
 
Sebastian: Natürlich gibt es in Thailand unzählige Inseln und die meisten davon sind ursprünglicher, weniger touristisch und deutlich ruhiger als Phuket und damit für viele Individualtouristen ansprechender als Phuket. Aber ich bin ja nicht für ein paar Wochen Auszeit vom Job in Deutschland hier, sondern lebe hier ganzjährig. Und da habe ich andere Ansprüche und Bedürfnisse und die Vielfalt und Möglichkeiten gibt es eben nur auf Phuket. Phuket bietet im Gegensatz zu den meisten anderen Inseln eine gute Infrastruktur mit internationalem Flughafen, internationalen Schulen, internationalen Krankenhäusern. Es gibt Restaurants aller Preisklassen und Gerichten aus aller Welt, es gibt  Nachtleben, Wassersport, es gibt grüne Hügel zum Hiken, Mountainbiken oder Motocross fahren, zahlreiche umliegende Inseln zum entdecken, lokale Kultur und Feste und entgegen aller Behauptungen und falscher Vorstellungen auch noch jede Menge unbebautes Gebiet und Ecken abseits des Tourismus. Zudem bin ich in einer Stunde mit dem Auto auf dem Festland mit zahlreichen Möglichkeiten fürs Wochenende.
Somit ist Phuket, trotz der durchaus vorhandenen negativen Aspekte, ein sehr guter Ort um zu leben.
 
Viele Backpacker bleiben meist nur für eine Nacht auf der Insel, da der schlechte Ruf von Patong Beach vorwegeilt, welche unbekannten Orte kannst du uns wärmstens empfehlen?
 
Sebastian: Phuket ist sicherlich kein Paradies für Backpacker und Patong würde ich auf keinen Fall empfehlen. Besser ist es sich in Phuket Town einzuquartieren. Ist zwar abseits der Strände hat aber kolonialen Charme und die Geschichte Phukets aus der Zeit vor dem Tourismus ist deutlich zu sehen und spüren. Mittlerweile gibt es eine Künstlerszene, viele Ateliers, Bars und Livemusik Kneipen.
Von Phuket Town fahren auch die billigen, lokalen Busse zu den Strandorten der Westküste.
 
Surfen ist auch für dich eine Leidenschaft. Welche drei Surfspots kannst du uns als Phuket Experte nennen?
 
Sebastian: Der bekannteste und beliebteste Surfspot ist Kata Beach. Hier gibt es in der Surfsaison fast durchgehend gute Bedingungen und eine nette lokale Surfszene. Der Spot mit Wellen bis max 2m Höhe ist gerade auch für Anfänger gut geeignet. Boards gibt es überall am Strand zu mieten. Und wenn im Meer mal Flaute ist surft man eben auf der künstlichen Welle im Surfhouse direkt gegenüber vom Strand weiter.
Ebenfalls ein sehr guter Spot, für Anfänger und Fortgeschrittene, ist am Südende von Nai Harn Beach. Durch eine permanente Sandbank gibt es eine recht konstante Welle für schnelle, lange Rides.
Fortgeschrittene kommen v.a. am Kalim Beach auf ihre Kosten. Dieser kleine Strand liegt am nördlichen Ende der Bucht von Patong. Hier finden erfahren Surfer ein etwa 100m breites Reef Break mit Wellen von bis zu 3m Höhe.
 
Lohnt es sich als Surfer nach Phuket zu reisen?
 
Sebastian: Surfen ist in Phuket nur in der Nebensaison möglich. Meist beginnt die Surfsaison Anfang Mai und dauert bis Mitte Oktober. Danach übernehmen die Kitesurfer.
Phuket ist sicherlich nicht der beste Ort für einen reinen Surfurlaub, denn es gibt bei weitem bessere Surfspots in Asien. Dennoch bietet Phuket einen guten Mix aus Nachtleben, Surfen, einer netten lokalen Szene, thailändischem Essen und ganz einfach dem speziellen Thailandfeeling.
Somit ist Phuket ein guter Stopp für Surfer auf einer Thailand – oder Südostasientour.
 
Vielen Dank Sebastian!
 
 
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So ihr Lieben, da war’s geschehen, wir sind tatsächlich am Ende der „Besten Surfspots weltweit“ angelangt.
Ich hoffe ihr konntet in den drei Teilen ein paar neue Ideen für kommende Surftrips sammeln und freue mich über jegliches Feedback von euch!
Falls ihr noch weitere Secret Spots kennt, die nicht gekannt wurden, nur raus damit! :)
 
Schön war’s! Auf baldiges Wiedersehen!
 
Nächste Woche werde ich Tipps und Tricks für Work and Travel in Australien geben..Schaut vorbei! 
Adios Amigos!
 
 
 
 
Wenn du noch mehr Lust auf Geschichten rund ums Surfen und Backpacking fernab der gewöhnlichen Touristenroute hast, dann folge Mira Mireau auf FacebookGoogle+ oder Twitter. Lass uns Freunde sein! 
 
 

copyright Jasmin Böhm

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