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DIE BESTEN SURFSPOTS WELTWEIT Teil 2

Neun Blogs verraten dir ihre liebsten Surfspots rund um die Welt! 

 

Es gibt unzählige gute Surfspots auf unserem Globus, trotzdem wird meist über die gleichen Orte berichtet, was dazu führt, dass sich dort sämtliche Touristen und Surf Anfänger im Wasser tummeln und der Spaßfaktor längst nicht mehrgarantiert werden kann.

Aus diesem Grund stelle ich dir diesen Monat neun wunderbare Blogs und ihre liebsten Surfspots vor, um dir ein paar neue Ideen für deine nächsten Surftrips zu liefern und dem Problem der überfüllten, in aller Welt bekannten Surfspots entgegen zu wirken.

Diese Woche beim zweiten Teil meiner Reihe der „Besten Surfspots weltweit“ versorgt dich Anja von Happybackpacker mit Insider News über gute Surfspots in Kalifornien, anschließend berichtet Patrick von Anirishmanontour von einem coolen Spot in Südafrika und zu guter letzt stellt dir das Team von Driftwood Travelling ihr neues Konzept eines Surfcamps in Irland und Spanien vor!

HAPPYBACKPACKER

Anja hat bereits viele Länder rund um den Globus als Backpacker bereist. Dabei ist für sie Tauchen und Surfen stets ein fester Bestandteil, um vollkommenes Glück zu empfinden. Auf ihrem Backpacker-Blog happybackpacker.de verrät sie Tipps und Tricks für Backpacker und stellt immer wieder wunderbare Orte zum Surfen oder Tauchen vor.
 
 
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Hallo Anja. Wie schaffst du es so viel zu Reisen? Wie bewältigst du die bösen finanziellen Hürden?
 
Anja: Hallo Jasmin. Vielen Dank für das Interview. Das Reisen gehört zu meinen größten Leidenschaften und die ersten Jahre habe ich mir einfach ein One Way Ticket an meine Traumziele gekauft und mir dann vor Ort einfach Arbeit und Unterkunft besorgt. So bin ich jahrelang durch verschieden Länder und Kontinente getingelt. In Frankreich und Australien war das noch ziemlich einfach, aber in den USA musste ich mich ganz schön anstrengen. Mittlerweile habe ich aber eine hauptberufliche Arbeit in Berlin, die es mir ermöglicht, möglichst viel freizunehmen und die Welt zu erkunden.
 
Dass Surfen dein Leben bereichert, ist auf deinem Blog nicht zu übersehen, wenn du dich zu deinem nächsten Surftrip los machst, bist du dann alleine unterwegs und besuchst Surfcamps oder reist du lieber mit Freunden oder Partner?
 
Anja: Surfcamps oder Gruppenfahrten aller Art sind ehrlich gesagt nicht so mein Ding. Ich bin lieber alleine oder mit ein paar guten Freunden unterwegs, damit ich machen kann, was und wann ich will. Am besten während eines Roadtrips. Dann haben wir unsere Boards dabei und können an den Stränden anhalten, die uns gefallen und an denen die Wellen gut sind. Das Gute dabei ist, dass du dann manchmal Strände nur für dich findest und so lange dort bleiben kannst wie du willst. Mich schrecken Camps ab, da du meistens mit einer Horde anderer ein paar Stunden zusammen bist und keine wirklichen Freiheiten hast.
 
Leihst du dir immer dein Surfboard vor Ort aus oder lohnt es sich aus deiner Erfahrung her eins zu kaufen?
 
Anja: Sein eigenes Board zu haben lohnt sich immer. Du weißt, wie es sich anfühlt und im Wasser liegt, kannst überall und jederzeit ins Wasser und bist nicht auf einen Verleih angewiesen. In Australien hatte ich immer mein eigenes Board dabei und hatte eine sehr innige Beziehung mit meinem Baby. Wenn ich allerdings nur ein paar Monate backpacke und auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen bin, habe ich nicht immer Lust, mein Board mitzuschleppen, gerade, weil ich auch noch tauchen oder klettern gehen möchte.
 
Erst kürzlich bist du in Kalifornien gesurft, der Surferregion überhaupt, wie waren deine Eindrücke von dem Lebensstil der Menschen, den Stränden und Wellen?
 
Anja: Kalifornien ist klasse, allerdings herrscht an den Stränden ziemlich viel localism. Das heißt, die einheimischen Surfer freuen sich nicht immer, wenn du als Neue „ihre Welle“ reitest. Auch ist das Wasser ziemlich kühl und bis zur Wasseroberfläche voll mit Algen. Daher nicht unbedingt meine Lieblingsdestination zum surfen. Davon mochte ich in Kalifornien natürlich die Landschaft und tollen Städte wie Sand Diego oder San Francisco oder die vielen Nationalparks wie Joshua Tree.
 
Wo war dein absoluter Lieblings Surfspot in Kalifornien?
 
Anja: Als echten Geheimtipp hat mir Hollister Ranch sehr gefallen, weil man nur mit Einladung auf das riesige Gelände kommt und die Wellen oftmals nur für sich hat. Du fährst mit deinem Auto bis an den Strand, wirst von anderen zum Picknick eingeladen und abends saßen wir noch oft zum Lagerfeuer zusammen.
 
Auf welche Reise dürfen wir dich auf deinem Blog als nächstes begleiten?
 
Anja: Gerade war ich auf Malta zum Tauchen und in drei Wochen fliege ich nach Bulgarien ans Schwarze Meer. Ganz oben auf meiner Liste steht am Ende des Jahres auch noch ein längerer Trip nach Südafrika und ich hoffe, dass das klappen wird.
 
Tausend Dank für das Interview, liebe Anja! 
 
 
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ANIRISIHMANONTOUR

Patrick von http://anirishmanontour.com kündigte mit 24 seinen Job, sagte dem Gewohnten Adé und ging auf Weltreise. Seitdem ist er von dem Leben als Backpacker, dem Leben in der Natur fasziniert und möchte andere Menschen mit seinem Blog dazu ermutigen sich ebenfalls eine Auszeit vom stressigen Alltag zu gönnen.

 

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Hallo Patrick, auf deinem Blog sprichst du von „Auszeit nehmen“. Eine Auszeit ist allerdings meist zeitlich begrenzt und nicht dauerhaft, wie schaffst du es die zwei Welten des Reisenden und des Arbeiters in seinem stets gewohnten Alltag miteinander in Einklang zu bringen?

Patrick: Hallo Jasmin,
das ist in der Tat bisher kein leichtes Unterfangen gewesen. Nachdem ich immer wieder gekündigt habe um einerseits meiner Reiseleidenschaft länger als der Regelurlaubszeit nachzukommen und andererseits einen Job zu finden, der mir Freude und Erfüllung bereitet, ist mir bewusst geworden, dass es auf Dauer so nicht weitergehen kann. Deswegen habe ich mich vor ungefähr einem Jahr selbstständig gemacht und erarbeite mir unter anderem mit meinem Auszeit-Blog ein neues, selbstbestimmtes Arbeitsleben, dass auf mehreren Standbeinen aufbaut. Auch wenn es alles andere als Alltag ist und vorerst mit finanziellen Einbußen einhergeht, habe ich mir den Freiraum für Leben und Reisen geschaffen, den ich mir vorgestellt habe. Und das macht mich zufrieden und glücklich.

Warum nur eine Auszeit, kam für dich ein vollkommenes Aussteigen bisher nicht in Frage?

Patrick: Um ehrlich zu sein, habe ich jahrelang an einen Ausstieg gedacht. Um die Welt zu reisen, fremde Kulturen und Menschen zu entdecken, Abenteuer und (Grenz)erfahrungen zu erleben, hörte sich sehr verlockend und nach einem traumhaften Leben an. Mittlerweile bin ich davon abgerückt.
Ich bin immer noch sehr gerne unterwegs, aber freue mich immer wieder auf meine Wahlheimat Köln. Meine persönliche Wahrnehmung hat sich verändert. Ich brauche derzeit einen festen Bezugspunkt in meinem Leben. Ich erfreue mich an meinem gewohnten Umfeld mit Familie und Freunden. Ich habe derzeit nicht mehr das Gefühl rastlos zu sein und nie anzukommen, aber ich bin gespannt, was sich meine persönliche Entwicklung noch alles einfallen lässt.

Was bedeutet Reisen für dich?

Patrick: Reisen ist für mich ein magisches Lebensgefühl der Freiheit und Leichtigkeit. Ich versinke unheimlich gerne in diesem Glücksgefühl jenseits des Alltags. Anderen Menschen zu begegnen und fremde Kulturen zu entdecken, Abenteuer und unbezahlbare Momente zu erleben, an meine Grenzen zu stoßen, mich treiben zu lassen und Zeit zu haben sind für mich auf Reisen einzigartige Erfahrungen.

Du hast mir erzählt, dass du auf deinen Reisen auch immer mal wieder gerne am Surfen bist, wo standst du denn zum ersten Mal auf dem Surfboard?

Patrick: Nachdem ich zum damaligen Zeitpunkt  so gut wie keine Berührungspunkte mit Surfen hatte, wollte ich es auf meiner damaligen Weltreise (meiner ersten Auszeit) unbedingt ausprobieren. Meine erste Station war damals Südafrika. Surfen gehört dort vieler Orts zum Lebensgefühl. Nachdem ich mir das zwei Wochen von Strandseite aus angeschaut habe, entschloss ich mich dazu, meine ersten wackeligen Versuche auf einem Brett zu unternehmen.

Als ziemlich guten Surfspot nanntest du mir direkt Südafrika. Südafrika ist groß, wo genau befindet sich dieser Spot und was macht ihn deiner Ansicht nach so besonders? Sind es die guten Bedingungen, die Menschen, die Umgebung?

Patrick: Ganz genau. Und zwar geht es um Jeffreys Bay, oder auch J-Bay genannt. Der Spot liegt westlich von Port Elizabeth in der Provinz Ostkap und gehört zur Garden Route. Um sich das noch besser vorzustellen: ungefähr 700 Kilometer östlich von Kapstadt am indischen Ozean.
Jeffreys Bay ist das Surfermekka in Südafrika, an dem auch jährlich die Billabong Pro Tour bzw. die ASP World Tour halt macht.
Der Surfspot an sich liegt in einer halbmondförmigen Bucht an der die Wellen sehr gleichmäßig brechen. Neben der tiefenentspannte und relaxten Surferatmosphäre was dem Ort sein Flair verleiht, zeichnet sich J-Bay auch dadurch aus, dass Wellen für alle dabei sind, ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profi.

Danke für das schöne Interview Patrick und Adios und bis bald!

Patrick: Ich danke Dir Jasmin. Viel Spaß weiterhin bei Deinen Reisen und beim Surfen. Cheers, Patrick 
 
 
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DRIFTWOOD TRAVELLING
 
Steffen, André und Marco organisieren auf http://www.driftwood-travelling.com Yoga- und Surfreisen nach Irland und Spanien.
 

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Hallo ihr drei, stellt euch doch bitte kurz vor und erzählt wie ihr auf die Idee dieser Art von Reiseveranstaltung gekommen seid!
 
Driftwood-Travelling: Kurz gesagt, wir sind drei Großstadt Menschen, wie du und ich, die beschlossen haben ihrer Leidenschaft zu Folgen. 
Wir kommen alle drei aus einem klassischen Ingenieurs/BWL – Background und sind auf der anderen Seite entausiasten für jede Art von Outdoor Sport, lieben Reisen, Kreativität und gutes, gesundes Essen.
Da wir alle schon frühe unterschiedliche Sport- und Gruppenreisen organisier haben, haben wir festgestellt, dass sich dieser Bereich unser Meinung nach nicht nach den Bedürfnissen von uns und unserer Generation weiterentwickelt hat. Wir wollten ein vielfältiges aber ganzheitliches Reisekonzept schaffen, dass uns voll und ganz anspricht, dass den Menschen die Möglichkeit gibt im Urlaub ein Gegengewicht zum oft stressigen Alltag zu schaffen und dabei keine Kompromisse zu machen. So entstand driftwood – travelling.
 
Besonders Irland ist zum Surfen nicht großartig bekannt, wieso habt ihr ausgerechnet Sligo und Galicien ausgewählt?
 
Driftwood-Travelling: Irland ist in Surfer kreisen schon länger ein echter Geheimtipp – aber hat eben so viel mehr zu bieten als nur leere Spots. Seit wir das erste mal da waren haben wir uns in die Region um Strandhill und Easky verliebt und die Region und die Menschen bei zahlreichen Besuchen immer besser kennen gelernt. Für uns ist es ein ganz besonderer Ort, die Natur, die Freundlichkeit und die Kreativität der Menschen ergibt eine ganz besondere Mischung. Die Region mobilisiert sich grade, viele Outdoor Aktivitäten werden aufgesetzt und die Leute schließen sich zusammen. Wir haben das es der beste Zeitpunkt ist Gleichgesinnten Irland, die Region und den Spirit näherzubringen und gleichzeitig die Region damit zu unterstützen.
 
In Galizien ist es ähnlich. Die Region ist wunderschön und hat unterschiedlichste kulturelle Einflüsse. Sie ist so abgelegen, das die Menschen extrem freundlich sind und sich über jeden Besucher freuen. Die Landschaft ist relativ unbelassen und es gibt traumhafte Wanderwege, abgelegene Strände und kleine Tavernen die zum verweilen einladen und die Menschen freuen sich einfach über jeden „Touristen“. Zum Surfen gibt es viele kleine versteckte Buchten und breite Sandstrände für Anfänger, so dass für jeden etwas dabei ist. Auch hier haben wir ein traumhaftes, altes Bauernhaus in den Bergen gefunden, dem wir einfach nicht widerstehen konnten….
 
Yoga boomt. Nicht nur viele Surfcamps bieten zu den Surfstunden zusätzlich auch Yoga an, mittlerweile wird sogar Yoga auf dem Wasser, ja selbst auf dem Surfboard, gelehrt.
Yoga und Surfen sind oberflächlich betrachtet zwei komplett verschiedene Aktivitäten, wo seht ihr die Verbindung oder geht es euch gerade um diese Verschiedenheit?
 
Driftwood-Travelling: Uns ist wichtig nicht als „ein weitestes Surf-Yoga Retreat“ wahrgenommen zu werden. Für uns sind Surfen und yoga zwei wichtige Facetten in unserem Gesamtkonzept, genauso wie nachhaltiges, gesundes Essen und das eintauchen in die Natur, Kunst und Kultur der Region. Reisen ist für uns Inspiration, das Reisen dient dazu den Akku wieder aufzuladen, neue Einblicke und Anstöße zu bekommen, um diese mit in den Alltag zu nehmen.
Surfen ist – egal ob Anfänger oder fortgeschrittener – zum einen intensive Erfahrung der Kräfte der Natur zum anderen eine Sportart die uns dazu treibt alle Reserven zu mobilisieren und glücklich und erschöpft ins Bett zu sinken.
Yoga ist die wunderbare Möglichkeit in einer hektischen Zeit, Zeit für sich selbst zu nehmen – seinen Körper wahrzunehmen und den Geist zu Ruhe zu bringen. Vor allem kombiniert mit besondern locations abseits des Mainsteam –  Für uns eine ideale Kombination um den Alltag hinter sich zu lassen in unterschiedlichen Dimensionen.

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Was unterscheidet euch von anderen Reiseveranstaltern?
Was sind drei eindrucksvolle, erstklassige, meisterhafte Gründe, weshalb wir eine Reise bei euch nicht verpassen sollten?
 
Driftwood-Travelling: Uns geht es nicht surfen oder yoga, uns geht es um die Ganzheitlichkeit der beschrieben Aspekte, uns geht es darum mit unseren Gästen Irland oder Galizien zu erleben, wir wollen unsere Faszination teilen und weitergeben.
 
Drei Gründe:
1. wir tun, das was wir tun aus Leidenschaft
2. wir wollen diese Leidenschaft mit dir teilen
3. wir wollen, dass du mit der gleichen Leidenschaft nach Hause fährst wie wir ;-)
 
Liegt euch noch etwas auf der Seele, dann jetzt raus damit?!
 
Driftwood-Travelling: Reisen ist Inspiration – wir wollen euch dazu ermutigen, die Grenzen zu erweitern, bekannte Pfade zu verlassen und euch einfach mal treiben zu lassen…wie driftwood halt ;-)
 
Tausend Dank und weiterhin viel Erfolg! 
 
Driftwood-Travelling: Dankeschön und liebe Grüße
Anbei das Video von Driftwood Travelling!

 

 
 
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Fotoquelle: http://www.driftwood-travelling.com/surf-yoga-reise/
 
 
Tausend Dank nochmals an Driftwood-Travelling, Patrick und Anja!
 
Nächste Woche folgt Teil drei mit Surf Berichten aus Australien, Thailand so wie Neu Seeland! Stay tuned!
 

Wenn du noch mehr Lust auf Geschichten rund ums Surfen und Backpacking fernab der gewöhnlichen Touristenroute hast, dann folge Mira Mireau auf FacebookGoogle+ oder Twitter. Lass uns Freunde sein! 

 

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copyright Jasmin Böhm

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